Willi Berchtesgaden
Bulli-Abenteuer,  Tipps

Mitten in der Natur: So autark sind wir mit unserem VW-Bus

Am liebsten haben wir es wild. Je abgeschiedener es ist, je mehr Natur wir um uns herum haben, je tiefer wir im Nirgendwo unterwegs sind – desto glücklicher sind wir.
Gleichzeitig bedeutet das aber auch eine gute Vorbereitung. Vor allem, je länger wir autark und nur für uns in der Natur sein wollen. Ohne irgendeine Infrastruktur, ohne Wasserhahn, ohne Supermarkt.

Spätestens, seit wir die Mongolei zu Fuß durchquert haben, und die einsamste Gegend Islands mit dem Fahrrad, ist diese Abgeschiedenheit nichts Neues mehr für uns. Wir wissen, was es bedeutet, von dem zu leben, was wir im Rucksack auf dem Rücken tragen oder in den Fahrradtaschen verstaut haben. Und zwar nur davon. Ohne die Möglichkeit, in der allergrößten Not einen Motor anzuschmeißen und eben doch bis ins nächste Dorf zu fahren.

Und obwohl wir wissen, was das bedeutet, mussten wir für unsere ersten Touren mit unserem selbst-ausgebauten VW-Bus Willi umdenken. Es ist zwar leichter und einfacher, mehr Vorräte dabei zu haben –

aber es ist ja so: Je mehr du hast, desto mehr brauchst du auch.

Unser Credo schon bei den ersten Planungen für den Ausbau war deswegen: So wenig Komfort wie möglich.

Was wir seit diesen ersten Bulli-Touren gelernt haben und wie wir es schaffen, so lange wie möglich abgeschiedenen an einem wilden Ort zu stehen, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Strom

Vor allem beim Thema Strom trifft das wohl am allermeisten zu:
Je mehr (Geräte) du hast, desto mehr (Strom) brauchst du.
Für uns war es immer eine Option, irgendwann eine zweite Batterie und eine Solarzelle nachzurüsten, wenn wir es brauchen würden. In unseren ersten Umbau haben wir Beides bewusst noch nicht eingeplant – und bis jetzt nie bereut.

So oder so waren wir uns aber einig: Wir verzichten sowohl auf eine Kühlbox als auch auf fließendes Wasser. Wir hatten beides nicht, als wir sechs Wochen lang mit einem Camper durch das australische Outback gefahren sind. Es hat uns nie wirklich gefehlt. Ein kühles Getränk am Abend genießen wir zwar immer – wenn es aber darum geht, der Natur ganz nah zu sein, ist es für uns kein Muss. Vielmehr geht es darum, so einfach uns ursprünglich wie möglich zu leben.

Für unseren Strombedarf bedeutet das: der geht gegen Null. Einzige Ausnahme ist das Laden von unseren Smartphones und Kamera-Akkus und unsere Standheizung, die wir in kalten Nächten anschmeißen. Mit 3 Ampere Verbrauch ist unsere 100 Ampere-Batterie aber auch in verschneiten Nächten auf dem Bergpass nie an ihre Grenzen gekommen.

Tipp: Es gibt Sensoren, die ihr an eure Batterie anschließen könnt – der misst live die übrige Spannung und überträgt die Messwerte per Bluetooth aufs Smartphone. Auch ohne Netz und Internet könnt ihr dann überprüfen, wie voll eure Batterie noch ist.
Wir haben uns für den Battery Guard* entschieden. Es gibt aber sicher auch andere, gute Alternativen.

Lebensmittel

Zugegeben: In dem Moment, in dem man zuhause die Kühlschranktüre schließt, kann man sich nur schwer vorstellen, ohne eine Kühlung auszukommen. Und klar: Wer Lebensmittel kühlen oder sogar einfrieren kann, hat länger was davon und die Versorgung funktioniert eine gute Zeit lang autark. Vor allem in den Sommermonaten und in heißen Ländern.
Praktisch ist das auf jeden Fall – wir haben trotzdem gelernt, ohne auszukommen. Stichwort Stromsparen.

Der kühlste Platz bei uns im Bus ist der Küchenauszug, den wir von der Heckklappe aus unter dem Bettgestell rausziehen. Im Prinzip ist das eine geschlossene Kiste aus massivem Fichtenholz, befestigt auf zwei Schwerlastschienen.
Holzfaser wird gerne als natürliches Dämmmaterial verwendet – und unsere Kiste ist ein erster Beweis dafür, wie gut das funktionieren kann. Selbst bei drei Tagen über 20 Grad ist die Flasche Bier immer noch kühl.
Neben den sowieso haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln, Reis, Couscous, Getreideflocken, Pesto und Kokosmilch decken wir uns hauptsächlich mit frischem Obst und Gemüse ein.

Wasser


Werbehinweis: Wir sind glücklich, dass wir damit von Alb Filter unterstützt werden. Von ihnen haben wir unsere Wasserfilter zur Verfügung gestellt bekommen – daher handelt es sich beim Absatz unten um Werbung. Allerdings aus großer und ehrlicher Überzeugung – unsere Meinung zum wird durch diese Kooperation freilich nicht beeinflusst.

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Mit wenig Essen oder sogar ganz ohne könnte der Mensch mehrere Wochen auskommen, ohne Strom sowieso – Wasser hingegen ist die Essenz. Und ganz davon abgesehen geht es ja sowieso nicht darum, unsere (Bulli)-Reisen in Survival-Trips zu verwandeln. Umso wichtiger ist es, die Vorräte richtig zu kalkulieren.

Dass uns das Trinkwasser ausgehen könnte – das war tatsächlich immer schon eine der größten Bedenken auf unseren Selbstversorger-Reisen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wenn zum Beispiel die Überquerung von einem Bergpass in der Mongolei anstand und wir davon ausgehen mussten, dass es dort oben keine Wasserquellen geben wird, haben wir ganz genau gerechnet. Und Liter gezählt.

Wenn wir jetzt mit unserem VW-Bus Willi unterwegs sind, müssen wir nicht ganz so akribisch sein. Allein deswegen, weil wir viel mehr Wasser transportieren können als auf unseren Rücken. Aber auch in einem T5 gibt es Grenzen. Und was das Autark-Sein angeht, war das für uns immer das größte Hindernis.

Wir haben viel überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, um auf natürliche Wasserquellen zu setzen. In der Mongolei mussten wir dem Wasser aus Flüssen oder Bächen immer wieder Entkeimungstabletten beisetzen – das Wasser wird dann zwar, je nach Bakterien und Belastung, mehr oder weniger verträglich – aber nach einer Weile haben uns die chemischen Tabletten auf den Magen geschlagen.

Eine andere Lösung musste her. Die haben wir jetzt – und könnten damit nicht glücklicher sein:
Wir verlassen uns ganz und gar auf den Doppelfilter Fusion von Alb Filter.
In Kombination filtern die beiden Filter Active und Nano sowohl alle „gröberen“ Verunreinigungen, Geschmäcker und Gerüche, organische Schadstoffe, medikamentöse Rückstände, leichte Kohlenwasserstoffe, Lösungsmittel, Pestizide, Aromen und feine Partikel (Rost, Kalkflocken, Sand) aus dem Wasser – sowie sogar alle gesundheitsschädlichen Mikroorganismen wie Keime und Bakterien.

© Alb Filter

Kurz und knapp bedeutet das für uns: Wir können alles trinken.

Mit den Filtern können wir Wasser aus allen Flüssen, Bächen und Seen pumpen. Das klappt mit einer 12 Volt-Tauchpumpe, die das Wasser mit 2,1 Bar (die braucht man auch definitiv) erst durch den Vorfilter Protect pumpt, wenn das Wasser sichtbar mit groben Partikeln wie Sedimenten, Sand oder Rost verunreinigt ist. Danach drückt die Pumpe das Wasser durch den Fusion-Wasserfilter und weiter in unsere Kanister.
Ganz ohne chemische Zusätze haben wir dann innerhalb von ein paar Minuten frisches und reines Trinkwasser. Immer und überall.
Was das Thema Wasser angeht, können wir seitdem endlich zu hundert Prozent autark sein, wenn wir nicht in einer Wüste stehen.

Und es gibt sogar noch eine Sache, die wir an den Filtern großartig finden: Alb Filter produziert in Deutschland – und zwar mit nachhaltigen Rohstoffen. Sogar die Filterkartuschen sind aus nachhaltigem, ökologischen Kunststoffen hergestellt, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind.
Mit den Einnahmen unterstützt AlbFilter zusätzlich die gemeinnützige Organisation One Earth – One Ocean e.V., die sich für plastikfreie Strände und Meere einsetzt.
Ach ja, apropos Plastik: Wasser in Plastikflaschen zu kaufen und damit eine Menge Müll zu produzieren, ist auch längst passé.

Was brauchst du?

Vielleicht hast du andere Bedürfnisse als wir. Vielleicht möchtest du zum Beispiel nicht auf deine Kühltruhe verzichten oder brauchst Strom für einen Beamer. Und wenn du darauf nicht verzichten willst, dann sollst du das natürlich auch nicht.
Was wir beim Ausbau von unserem T5 Willi und auf den Reisen mit ihm gelernt haben: Es gibt kein Richtig und Falsch – dafür aber für alles eine Lösung. Und die geht immer mit eigenen Erfahrungen einher.
In diesem Sinne: Frohe Reise!

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