Packlisten,  Tipps

Zu Fuß über die Alpen: Meine Packliste

Vom Tegernsee in Bayern bis nach Sterzing in Italien. Dazwischen liegt ein Meer aus Gipfeln, zu Fuß sind das 180 Kilometer, 7000 Höhenmeter. Das Ziel dieser Alpenüberquerung: nach acht Wandertagen auf dem Marktplatz in Sterzing zu stehen.

Durchschnittlich gesehen sind die einzelnen Etappen für mich weder besonders lang, noch besonders anstrengend. Aber darum geht es dieses Mal gar nicht. Es geht darum, dass diese Alpenüberquerung meine erste ist. Das ist das Eine. Und das Andere: Es ist überhaupt die erste längere Wanderung, die ich ganz alleine unternehmen werde.
Ein kleines bisschen aufgeregt bin ich deswegen schon, vor allem aber freue ich mich darauf.
Natürlich bedeutet es für mich bedeutet es unendliches Glück, dass ich mit Felix nicht nur einen Partner fürs Leben gefunden habe – sondern auch meinen allerbesten Freund, meinen Weg- und meinen liebsten Reisegefährten. All die großen und kleinen Momente unterwegs mit einem Menschen zu teilen, der so viel bewegt, ist unbeschreiblich schön. Trotzdem bin ich sicher, dass es wichtig ist, Abenteuer auch alleine zu meistern. Am Ende besteht jedes Paar eben aus zwei einzigartigen Individuen.

Die Ausrüstung, die mich auf dieser Solo-Alpenüberquerung begleiten wird, habe ich hier zusammengestellt. An dieser Stelle noch ein paar Worte zu den Eckdaten, die freilich einen großen Einfluss auf die Packliste haben:

  • Bei dieser Alpenüberquerung werde ich nicht mit unserem Zelt unterwegs sein, sondern übernachte jeden Abend in Berggasthöfen und Gasthäusern, Pensionen oder Hotels im Tal.
  • Das ist einerseits großer Luxus, weil ich mich täglich mit Lebensmitteln versorgen kann, keinen Schlafsack und keine Isomatte tragen muss. Andererseits bedeutet das natürlich auch, dass ich täglich größere Zu- und Abstiege habe.
  • Weil ich mir um meine tägliche Wasserversorgung kaum Gedanken machen muss, kann ich Anziehsachen alle paar Tage im Waschbecken auswaschen.

Für diese Packliste gilt ganz generell:

Weil wir alle unterschiedliche Bedürfnisse haben, ist das sicher nicht die ultimative Liste für jeden. Für mich sind das die Dinge, die ich für ein Abenteuer dieser Art in meinen Rucksack packe – ein Mittelweg aus Ausrüstung, mit der ich mich wohl und sicher fühle, aus Funktionalität und Reduzierung aufs Nötigste.
Ein Mittelweg ist diese Packliste auch deshalb, weil sie auf den Erfahrungen meiner Wanderungen basiert, die bisher entweder mit vier oder fünf Tagen kürzer waren als die Alpenüberquerung, oder um Wochen länger.


Werbehinweis: Dieser Artikel enthält eine Produktplatzierung. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meinen Kooperationspartner Tatonka, der dieses Abenteuer unterstützt.
Wichtig ist mir an dieser Stelle: Kooperationen gehe ich nur mit Unternehmen ein, deren Philosophie und Arbeitsweise ich gerne teile. Und natürlich empfehle ich nur Produkte weiter, von denen ich zu einhundert Prozent überzeugt bin. Meine Meinung wird durch eine Kooperation grundsätzlich nie beeinflusst.

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Meine komplette Ausrüstung wiegt insgesamt (inklusive drei Liter Wasser und Proviant) 11 Kilo. Reingerechnet ist da allerdings auch die Kleidung, die ich tragen werde.

Ausrüstung

  • Der richtige Rucksack
    Alle Touren bisher waren entweder kurz genug, dass mir mein Tagesrucksack (28 Liter) gereicht hat – oder eben so lang, dass ich mit meinem großen Trekkingrucksack (65 Liter) durch die Wildnis gezogen bin. Für die Alpenüberquerung vom Tegernsee nach Sterzing werde ich acht Wandertage brauchen, neun Tage bin ich insgesamt unterwegs. Begleiten wird mich der Tatonka Pyrox mit 40+10 Litern. Für mich ist das eine gute Größe, um die nötige Bewegungsfreiheit beim Wandern zu haben, gleichzeitig aber nicht Stopfen zu müssen.
  • Knöchelhohe Wanderschuhe
    Die sind im besten Fall so bequem, dass man sie sogar ohne Socken tragen kann. Ohne Blasen zu bekommen, versteht sich.
  • Wanderstöcke
    Viel zu lange hab‘ ich nicht geglaubt, was für einen großen Unterschied Wanderstöcke machen. Vor allem, wenn der Rucksack ein paar Kilo mehr wiegt und der Weg holpriger ist. Wenn es dann noch bergab geht, sind die Stöcke für mich ein Muss.
  • Multi-Tool
    Vorher kann man oft nicht ahnen, wozu man das Multi-Tool brauchen sollte. Mit dem Leatherman haben wir inzwischen aber alle möglichen Situationen gemeistert: Zelt und Wanderstöcke repariert, Splitter aus dem Fuß operiert, Feuerholz zerkleinert…
  • Kartenmaterial
    Offline in Papierform & online per Topo-App auf dem Smartphone. Wobei man einzelne Abschnitte und Routen auch zur Offlinenutzung runterladen kann. Meine GPS-Uhr zeigt mir außerdem die Richtung meines Startpunkts an und die Route, der ich folge – allerdings ohne weitere Karteninfos im Hintergrund. Sie ist mit einer Notfallfunktion ausgestattet, mit der ich, gekoppelt an mein Smartphone, bei verfügbarer Netzabdeckung meine Koordinaten aus ausgewählte Notfallkontakte senden kann.

Kleidung

  • Lange Wanderhose
  • Kurze Wandershorts
  • Langärmliges Merinoshirt
  • 2 kurzärmlige Shirts
  • Regenhose und Regenjacke
  • Ultraleichte Isolationsjacke
  • Fleece
  • Unterwäsche
  • 2 Paar Sportsocken
  • Softshell-Handschuhe
  • Bikini
  • Flip-Flops
  • Schlauchtuch als Sonnenschutz, Halswärmer oder Mütze

Erste Hilfe & Kosmetik

Erste Hilfe

  • Rettungsdecke
  • Verbandszeug
  • Pflaster
  • Schmerztabletten
  • Wunddesinfektion
  • Pinzette (auch wichtig bei Zeckenbissen)
  • Tape

Kosmetik

  • Haarbürste & Haargummis
  • Festes Shampoo (benutze ich auch als Seife für alles andere)
  • Zahnpasta & Zahnbürste
  • Sonnencreme
  • Ein Klecks Feuchtigkeitscreme fürs Gesicht
  • Nagelschere (Doppelnutzung im Erste-Hilfe-Set)
  • Rasierer

Proviant

Weil ich für die Übernachtung jeden Abend in einem Berggasthof, einer Pension oder einem Hotel ankomme, ist meine Verpflegung unkompliziert: Frühstück und Abendessen gehören zur Übernachtung. Bei Etappen, die im Tal enden oder starten, kann ich sogar immer wieder einen Abstecher zu einem kleinen Supermarkt machen und mich mit Obst, Nüssen und Müsliriegeln versorgen.
Ansonsten frage ich bei der Unterkunft nach, ob ich beim Frühstück Proviant für die Mittagspause einpacken darf. Da es oft keine andere Versorgungs-Möglichkeit gibt, ist das ohnehin von den Gastgebern eingeplant.

Ein paar Notfall-Riegel und eine Packung Nüsse habe ich trotzdem immer im Rucksack.

Fotoausrüstung

  • Canon-Spiegelreflexkamera mit Zoomobjektiv (18-135mm)
  • Zwei Akkus + Ladegerät
  • 2 Speicherkarten á
  • GorillaPod

Sonstiges

  • Sonnenbrille
  • Superkleines Reisehandtuch
  • Stirnlampe
  • Trinkblase (1,5 l) + 1,5 Liter Wasserflasche
  • Mülltüte
  • Dokumente (Personalausweis, DAV-Ausweis, Krankenversicherungskarte, Girokarte)
  • Bargeld
  • Taschentücher
  • Sämtliche Ladekabel
  • Regenhülle für den Rucksack
  • Waschpulver für Handwäsche

Hast du Fragen zu meiner Packliste? Oder fällt dir noch was anderes ein, was deiner Meinung nach auf keinen Fall fehlen sollte? Hinterlass mir gerne einen Kommentar!

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