• Persönliches,  Schweden

    Unser Traum vom Haus im Wald: Zuhause in Schweden

    Dass wir heute ein kleines rotes Haus im Wald Schwedens unser Zuhause nennen, das ist an einem Abend in Namibia passiert. Ausgerechnet in einer der ältesten Wüsten der Welt haben wir angefangen, von den endlosen Wäldern des Nordens zu träumen. Dabei hatte dieser Traum weder mit dem einen noch mit dem anderen zu tun: Es ging nicht um die Wüsten, aber auch nicht um die Wälder. Vielmehr um ein Gefühl, um eine Sehnsucht, die wir beide, Felix und ich, schon lange in uns tragen. Die uns um die ganze Welt führte und uns immer wieder nach denselben Orten suchen ließ. Um erklären zu können, wo wir heute stehen, muss ich…

  • Persönliches,  Wandern

    Außenband gerissen: Mein Weg zurück in den Wanderalltag

    Wir schreiben den 29. Juli 2021. Ein Sommertag, an dem der Himmel blau war und der Wind warm. Einer, an dem ich neben Felix im Bulli aufgewacht bin – an einem wilden Flussufer in den slowenischen Alpen. Die Sonne schaffte es noch nicht über die steilen Bergflanken, als der erste Kaffee in der Tasse dampfte. Ein guter Tag. Ich war umgeben von lieben Freunden und wilder Natur. Mit der Aussicht auf Bäume, auf Berge und auf eine Wanderung, die uns durch ein wildromantisches, ungezähmtes Tal auf einen wenig bestiegenen Gipfel führen sollte. Ein Geheimtipp der Einheimischen.Dieser gute Tag konnte also nur besser werden. Das wurde er auch. Dann aber bin…

  • Persönliches,  Tourenplanung

    Routenplanung Spezial: Wandern mit einer Verletzung

    Damit ich dir erzählen kann, warum ich bei der Planung meiner Wanderungen gerade vor einer besonderen Herausforderung stehe, müssen wir eine kleine Zeitreise machen. Zurück zu diesem Sommertag in den slowenischen Alpen. Es war der 29. Juli 2021, als ich mit Felix und zwei ganz wunderbaren Freunden in den Bergen Sloweniens unterwegs war. Es war ein guter Tag. Einer, der mit Kaffee an einem wilden Fluss begonnen hat, und mit einer Wanderung durch ein wildes Tal weitergegangen ist. Und dann bin ich umgeknickt. Gestolpert. Ein geschwollener Knöchel und der Gedanke, dass das halb so wild sein wird. Schließlich hatte ich kaum Schmerzen. Dass dieser Gedanke weniger schlau war, das hab…

  • Chiemgau Hochries Wanderung
    Persönliches

    Achtung, Zecken: Meine Erfahrung mit Borreliose

    Beim Wandern war ich nach ein paar Höhenmetern außer Puste, mein Puls war buchstäblich auf 180. Joggen ging plötzlich gar nicht mehr, und ich war dauermüde. Ganz egal, wie lange ich geschlafen hatte.Und dann kam noch diese komische Sache hinzu, die sich an meinen Zehen abspielte: die waren nämlich plötzlich geschwollen und haben bei jedem Tritt wehgetan. Das wurde schlimmer, nie besser – genau wie die anderen Symptome auch. Es war Mitte April. Und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was plötzlich mit mir los war. Das änderte sich ein paar Tage nach dem Besuch bei meinem Hausarzt. Nämlich dann, als er mich zähneknirschend anrief und mir mitteilte,…

  • Südafrika Drakensberge Sonnenuntergang
    Persönliches

    Wie die Ferne meinen Blick für das Nahe schärfte

    Zugegeben: Ich habe eine Weile gebraucht, um das zu begreifen – dass wir nicht grundsätzlich in die Ferne schweifen müssen, um Unbekanntes zu entdecken. Um Abenteuer zu erleben, die für immer bleiben werden. Vielleicht musste ich jahrelang um die ganze Welt reisen.Musste Nächte unter dem Sternenhimmel in der Wüste erleben und zwischen unendlicher Wildnis im afrikanischen Busch. Musste durch die Mongolei und diese kleine Insel im Ozean vor Tasmanien laufen, um endlich in meiner Heimat ankommen zu können. Dieses Ankommen ist freilich nicht von Heute auf Morgen passiert. Diese Erkenntnis, dass das Gute sehr nah liegen kann, hat sich nicht über Nacht in meinem Sinn festgesetzt. All das war vielmehr…

  • Franziska mit Ins Nirgendwo bitte Buch im Oman auf Düne
    Persönliches

    Wie ein Buch entsteht, das nie geplant war

    Ich habe eine Zeitreise gemacht. Kann man das so sagen? Doch, das stimmt. Ich habe eine Zeitreise gemacht, weil ich zwar rein physisch nur einmal durch das am dünnsten besiedelte Land der Welt gelaufen bin – in Gedanken war ich aber schon zweimal in der Mongolei. Und das zweite Mal war so intensiv, dass ich mich in manchen Momenten mit geschlossenen Augen glatt selbst hätte anlügen können. Kennt ihr das? Wenn ihr für den Bruchteil einer Sekunde in der Zeit zurückreist und genau wisst, wie ihr euch damals gefühlt habt? Wie es gerochen hat, wie sich der Boden unter euren Füßen und die Sonnenstrahlen auf eurer Nase angefühlt haben? Genau…

  • Unser selbst ausgebauter T5 Bulli vor der Kulisse der Dolomiten
    Persönliches,  Roadtrip

    Ein Zuhause für unterwegs: Über einen großen Traum

    Ganz bewusst hab ich versucht, mich einzig und allein darauf zu konzentrieren, was ich mir im Leben wirklich wünsche. Meine größten fünf Träume – die BIG 5 – die ich zu diesem Zeitpunkt im Herzen hatte, wollte ich aufschreiben. Wie? Wann? Wirklich?All die Fragen, die uns oft in die Quere kommen, habe ich ignoriert.Ich glaube, wenn man in einer Hängematte unter Palmen liegt und auf ein türkisblaues Meer schaut, dann fällt das etwas leichter – das mit dem Träumen ohne Sorgen. Und wisst ihr was? Es hat gar nicht mal lange gedauert, auf die fünf größten Träume zu kommen. Wahrscheinlich, weil wir insgeheim ganz genau wissen, wonach wir uns sehnen.…